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Unser FPV Guide – Alles was Sie zu dem Thema wissen müssen 20.03.2017 11:00

Regelmäßig erreichen uns Fragen rund um das Thema FPV Fliegen. Wir haben viele Produkte im Angebot, die mit dieser ganz speziellen Form der Drohnensteuerung zusammenhängen. Da immer noch viele Unklarheiten darüber bestehen, worum genau es sich dabei handelt und worin der Reiz von FPV liegt, möchten wir heute einen umfassenden Guide mit Ihnen teilen, der die meisten Fragen beantworten sollte.

FPV ist eine Abkürzung und steht für First Person View. Übersetzt bedeutet das: Blick, aus der ersten Person. Besonders Personen, die regelmäßig Computerspiele spielen, haben jetzt wahrscheinlich eine Idee davon, was das bedeutet. Diese Sicht aus der ersten Person ist bezeichnend für jene ganz besondere Art und Weise, Drohnen zu steuern. Dabei steuert man die Drohne nicht, wie sonst üblich, in dem man sie vom Boden aus im Himmel beobachtet. Stattdessen verwendet man eine Variante des FPV Displays, welche einem den „Blickwinkel der Drohne“ zeigt. Die Bilder der Drohne erreichen dieses Display in Echtzeit und dadurch haben Sie die Möglichkeit, zu sehen was ihre Drohne „sieht“, beinahe, als hätte die Drohne selbst nun Augen. Der Zauber dieser Steuermöglichkeit liegt also darin, dass optisch die Illusion für den Piloten entsteht, sich selbst in die Lüfte zu erheben. Es handelt sich dementsprechend nicht nur um ein interessantes und spaßiges Hobby, sondern stellt damit einhergehend auch einige Herausforderungen, besonders an Einsteiger. Wir teilen heute die wichtigsten Informationen, Regeln und Anfängertipps rund um das Thema FPV-Fliegen mit Ihnen und vielleicht erheben Sie sich schon bald mit dieser neuen Möglichkeit gefühlt selbst in die Lüfte.

Die Voraussetzung für FPV Piloten

Wie die meisten Hobbys, stellt auch das FPV Fliegen einige Ansprüche an Einsteiger und Praktizierende. Welche Voraussetzungen Sie idealerweise mitbringen sollten, um mit FPV zu starten, haben wir für Sie zusammengefasst.

1: Erfahrungen im Steuern einer Drohne

Wenn Sie noch nie in Ihrem Leben eine Drohne gesteuert haben, ist es höchstwahrscheinlich noch nicht der richtige Zeitpunkt, mit dem FPV-Fliegen zu beginnen. Es handelt sich um eine sehr fortgeschrittene Art und Weise, eine Drohne zu bedienen, weshalb Sie sich erst einmal mit Ihrer Drohne und der herkömmlichen Bedienung vertraut machen sollten, bevor Sie einen Schritt weiter gehen.

2: Verständnis von Elektronik

Gerade, wenn Sie sich wirklich für das Hobby FPV interessieren, kann sich ein tieferes Verständnis der vorhandenen Elektronik als durchaus vorteilhaft erweisen. Nicht nur die Drohne an sich, sondern auch die Kombination von Sender und Empfänger, sowie der Kamera können Sie früher oder später vor technische Herausforderungen stellen. Lesen Sie sich daher im Idealfall grundlegendes Wissen zu den Funktionen und der Technik hinter Ihrer Drohne an.

3: Lötkenntnisse

Auch von vorhandenen Lötkenntnissen profitiert der ambitionierte Drohnenpilot früher oder später. Wer regelmäßig Fliegen geht, der wird irgendwann ein Teil reparieren müssen. Löten ist sicherlich kein Muss, aber kann Ihnen später sicherlich weiterhelfen.

4: Zeit

Neben Kenntnissen in verschiedenen technischen Bereichen, brauchen Sie als FPV-Pilot zuallererst sehr viel Zeit. Spontanes Fliegen erweist sich beim herkömmlichen Drohnenfliegen schon als sehr schwierig. Beim FPV müssen Sie sich noch besser vorbereiten, den richtigen Zeitpunkt wählen und bestenfalls einen Copiloten dabei haben. Außerdem lässt sich die Drohne nicht gut im eigenen Hinterhof oder in der Stadt steigen und ein FPV-Flug setzt meist einen Ausflug voraus.

5: Geduld

Geduld ist nicht nur eine Tugend, sondern wirklich eine Voraussetzung, wenn Sie erfolgreich FPV Fliegen möchten. Es gilt, den richtigen Zeitpunkt abzuwarten und vorher einiges vorzubereiten, sodass ungeduldige Menschen es hier sehr schwer haben werden. So spaßig und aufregend das spätere Fliegen sein kann, so anstrengend kann die Vorbereitungsphase sein.

6: Geld

Auch das Thema Geld ist nicht zu vernachlässigen, nicht nur beim FPV Fliegen, sondern beim Thema Drohne im Allgemeinen. Allerdings kommen in diesem Fall noch einige weitere Anschaffungen hinzu, die Sie einkalkulieren sollten, bevor Sie sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen. Es ist sicherlich ein kostspieliges Hobby, für echte Enthusiasten lohnen sich die Kosten allerdings.

Welche Drohnen eignen sich zum FPV-Fliegen

Nachdem Sie nun von den Voraussetzungen wissen, die an Sie als Drohnenpiloten gestellt werden, wenn Sie sich mit FPV beschäftigen, geht es nun an die Technik selbst. Nicht jede Drohne eignet sich für FPV Flüge. Stattdessen muss die ausgewählte Drohne einige Eigenschaften erfüllen. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihre Drohne FPV-tauglich ist, kontaktieren Sie uns und wir helfen Ihnen weiter.

Diese Punkte sollte Ihre Drohne erfüllen:

1: Die Drohne muss stabil sein. Die Wahrscheinlichkeit für einen Absturz ist beim FPV Fliegen grundsätzlich höher als bei herkömmlichen Drohnenflügen. Wer in eine stabile und robuste Drohne investiert, ärgert sich später nicht über entstandene Schäden.

2: Die Drohne muss leicht zu fliegen sein. Wenn Sie die Drohne nicht gut bedienen können, eignet sie sich auch nicht für FPV-Flüge.

3: Die Drohne muss stark sein. Die meisten Drohnen sind an sich schon keine Leichtgewichte. Ihre FPV Drohne muss allerdings nicht nur in der Lage sein, sich selbst in die Luft zu erheben, sondern darüber hinaus auch die Kamera und den Transmitter.

4: Die Drohne muss einen geräumigen Rumpf haben. Ist die Drohne zu klein, bleibt kein Platz, um die benötigten Geräte zu beherbergen.

Sie haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten, an eine FPV Drohne zu kommen. Entweder kaufen Sie sich eine Drohne oder Sie bauen diese aus Einzelteilen selbst zusammen. In unserem Angebot finden Sie nicht nur RTF und ARF Drohnen (RTF = Ready-To-Fly: Diese Drohne erreicht Sie bereits flugfähig. ARF = Almost-Ready-to-Fly: Diese Drohne benötigt nur noch ein paar Handgriffe, um flugfähig zu sein.), sondern auch Einzelteile, um Ihre Drohne oder Ihren Multicopter selbst zu bauen. Wenn Sie kein erfahrener FPV Pilot sind, raten wir Ihnen, auf die Kaufvariante zurückzugreifen. Eine Drohne selbst aus Motor, Propeller und anderen Bestandteilen zusammenzubauen, gibt Ihnen viele Freiheiten, ist aber für Einsteiger eher ungeeignet und setzt Grundkenntnisse und Geschick voraus.

Dieses Zubehör wird für FPV benötigt

Damit Sie mit dem FPV Fliegen beginnen können, benötigen Sie einiges an Technik, welches im Endeffekt den neuen Blickwinkel während Ihres Fluges ermöglicht. Folgendes Zubehör ist erforderlich:

FPV Display oder FPV Brille

Einer der wichtigsten Bestandteile einer FPV Ausrüstung, ist der Bildschirm, der Ihnen das Bild der Drohnenkamera anzeigt. Hier stehen Ihnen zwei verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Entweder nehmen Sie die kostengünstigere Variante des FPV Monitors, bei welchem es sich um einen extra Monitor handelt, auf dem das Bild angezeigt wird. Die zweite und beliebtere Möglichkeit ist die FPV Brille, die, ähnlich einer VR-Brille, die Drohnenaufnahmen direkt vor Ihren Augen abbilden und so die Illusion, die Rolle der Drohne einzunehmen, perfekt macht. Zum Teil ist es sogar möglich, dass Sie Ihr Smartphone oder Tablet mit der Drohne verbinden und als FPV Display nutzen.

FPV Kamera

Die FPV Kamera wird an der Drohne befestigt und sorgt für die Aufnahmen. Beachten Sie hier, dass die Qualität sich direkt bemerkbar machen wird. Je höher die Auflösung Ihrer Kamera, desto spaßiger und angenehmer das spätere FPV Erlebnis.

FPV Transmitter und Receiver

Der Transmitter sowie der Receiver übernehmen den technischen Part beim FPV Fliegen. Der Transmitter überträgt die Bilder und Daten direkt von der Kamera, an Ihrer Drohne in der Luft, an den Receiver bei Ihnen am Boden. Die empfangenen Bilder werden in Echtzeit auf dem Monitor abgebildet.

Zum Abschluss: Unsere FPV-Flug Tipps

Eine Frage, die sich bei dem ganzen sicherlich stellt, ist die nach der Gesetzeslage. Auch in Deutschland wird vom Drohnenpiloten erwartet, dass dauerhaft Sichtkontakt zum Zielobjekt besteht. Während man beispielsweise eine FPV-Brille trägt, ist das nicht möglich. Wir raten Ihnen daher, sich nicht nur vor Beginn des neuen Hobbies ausführlich mit den jeweiligen Gesetzen in Ihrem Bundesland auseinanderzusetzen. Weiterhin sollten Sie beim FPV-Fliegen nicht allein unterwegs sein. Haben Sie einen Freund dabei, kann dieser als Copilot agieren und Blickkontakt mit Drohne oder Multicopter halten, während Sie Ihren Blick auf das Display heften. So ist nicht nur den Richtlinien genüge getan, weiterhin profitieren Sie von dem dadurch größeren Wahrnehmungsspielraum. Das Sichtfeld des Drohnenpiloten ist beim FPV Fliegen deutlich eingeschränkt und bisweilen können größere Objekte übersehen werden, wodurch es zu Unfällen kommt. Ihr Partner kann hier als Spotter agieren und Drohne und Umwelt im Blick behalten. Tun Sie sich mit einem anderen FPV-Enthusiasten zusammen, können Sie abwechselnd Fliegen und sich gegenseitig unterstützen.

Wir hoffen, dass dieser Guide einen Großteil Ihrer Fragen beantworten konnte und Sie sich nun etwas sicherer in diesem zugegebenermaßen sehr technischen Teilbereich des Drohnen- und Multikopter Fliegens fühlen. Sollten Ihnen trotzdem noch irgendwas unklar sein, nutzen Sie dafür gern unsere Kontaktmöglichkeiten. Wir freuen uns, wenn wir Ihnen weiterhelfen können.

Unser Angebot an FPV Zubehör finden Sie hier.